Die letzte Woche hier war mal wieder ziemlich turbulent und abwechslungsreich.
Zunächst waren wir vom 30.12. bis zum 3.1. am Y Camp, dem CVJM Strand, 160 Kilometer südlich von Lima. Dort haben wir zusammen mit einem Haufen Jugendlicher aus dem CVJM am Strand gezeltet, gechillt und das Meer und die Gemeinschaft genossen. Die Sonne hat leider nur einmal kurz am letzten Tag geschienen, die restlichen Tage war es bewölkt, aber ich habe mir trotzdem und 30er Sonnencreme einen ganz schönen Sonnenbrand geholt. Die Sonneneinstrahlung ist hier halt doch stärker als man denkt….
Año nuevo, also Silvester haben wir eine riesige Party am Strand gefeiert. Unser lieber Staff (5 der Volis haben mitgearbeitet und ganz schön gestöhnt, weil es so viel und anstrengend war) hatte am Strand eine Tanzfläche mit Kunstpalmen und Musikanlage aufgebaut, sodass wir die ganze Nacht zu Salsa, Reggeaton, Cumbia & co durchgetanzt haben. Kurz vor Mitternacht wurden gelbe Ketten, Masken und Luftballons verteilt – gelb soll Glück bringen….
Das schöne war, dass so viele von den Jugendlichen aus dem Guay mit waren und man so auch mal was mit denen gemacht hat, mit denen wir normalerweise nicht weggehen oder Freizeit mit verbringen. Ansonsten war's für uns, die wir nicht arbeiten mussten, schon ein bisschen wie Cluburlaub; es gab die ganze Zeit über verschiedene Programmangeboten, wie Schmuckbasteln, Sandboarden, Filmnacht, Recreaciones am Lagerfeuer und Salsastunde. Und wenn gerade nichts anstand, waren wir im Meer baden – die Wellen sind super! ;)
Nach 5 Tagen nach Lima zurück zu kehren war zunächst einmal ganz schön gewöhnungsbedürftig, vor allem, weil überall noch die Weihnachtsdeko steht. Dabei kommen wir doch gerade vom Strand! Außerdem beginnt für Laura und mich jetzt die Abschieds- und Packzeit, denn schon am Mittwoch werden wir nach Trujillo fahren. Dass mir der Abschied so schwer fallen wird, hätte ich nicht gedacht! Insbesondere, weil wir ja noch im gleichen Land bleiben und ca einmal im Monat nach Lima zurück kehren werden. Dennoch war unser letztes Volitreffen heute ziemlich traurig und tränenreich. Wir sind einfach so zusammen gewachsen in den letzten vier Monaten und haben so viel zusammen erlebt, dass wir längst viel mehr sind als normale Freunde. Aber es ist gut zu wissen, dass sie uns voll unterstützen und als Gemeinschaft mittragen, wenn's schwierig wird in Trujillo.
Gestern abend haben wir bei Laura nochmal mit den Peruanern Abschied gefeiert bzw. gegrillt und waren ziemlich überrascht, als dann der halbe Guay bei Laura im Pation stand. War aber ziemlich schön, nochmal alle zu sehen! Und Mittwochnacht geht's dann im Bus nach Trujillo…. Dort werden wir in der Wohnung von einer Hauptamtlichen aus dem ACJ in Lima wohnen. Zwar ist die Wohnung fertig eingerichtet, aber wir wissen trotzdem nicht so ganz in welchem Zustand, dementsprechend werden die ersten Tage aus Einrichten und Juli & Laura-passend- gestalten bestehen. Im Laufen der nächsten Woche werden dann hoffentlich noch zwei Peruanerinnen aus Lima zu uns ziehen, die im Rahmen der Mitarbeiterschulung ProLider über den Sommer in einem der Arbeitsbereich der ACJ arbeiten müssen. Wer das sein wird wissen wir noch nicht genau, aber wir freuen uns auf jeden Fall sehr darauf!
Trotz all der Trauer über den Abschied bin ich sehr gespannt auf Trujillo und was uns dort erwartet.
"Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag."
Was kann da noch schief gehen?
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