Samstag, 5. September 2009

Independencia








Gestern waren wir zum ersten Mal im Armenviertel „Independencia“. Der Besuch dort war sehr eindrucksvoll und erschreckend. Je weiter wir von unserem Haus wegfuhren, desto ärmer und kaputter wurden die Straßen und Häuser.
In einem dieser Gegenden hat der ACJ ein

weiteres, kleines Haus, von dem aus die Sozialprojekte koordiniert werden und teilweise auch drin stattfinden. Zum Beispiel war gerade eine Frauengruppe da, die Nähen und Stricken lernt, und parallel geistliche Inputs erhält. Uns wurde erzählt, dass die Frauen hier eine sehr geringe Rolle haben. Die ACJ steigert ihr Selbstbewusstsein und hilft ihnen, eigenständige Arbeiten auszuführen, was für die Frauen ein sehr großer Schritt ist.
Vom ACJ Haus sind wir weiter den Berg herauf gefahren, je höher man kommt, wird es noch ärmer. So fuhren wir irgendwann nur noch auf einer Sandstraße, an der seitlich die Hütten der Armen sind, die aus Spannplatten und Wellblechen als Dächern bestehen. Bewegend war, neben dieser krassen Armut, fröhlich spielende Kinder zu sehen.
Hier in diesem Bereich hat der ACJ mehrere kleine Häuser,

in denen die Menschen medizinische Versorgung erhalten. Auch hier werden Frauen ausgebildet und in ihrem Selbstwert gestärkt.
Fließend Wasser gibt es hier keines, seit längerem gibt es Pläne für eine Wasserversorgung, die aber noch nicht umgesetzt wurden. Daher kommt einmal die Woche ein Lastwagen mit Wasser, zu dem die Frauen dann große Tonnen rollen müssen, wenn sie welches abbekommen wollen. Problematisch sei auch hier die häusliche Gewalt.

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